
Schon seit vielen Jahrzehnten gibt es eine Partnerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen mit dem Kirchenkreis Gransee in Brandenburg. Vor- und nach der DDR-Zeit hatten auch etliche Gemeinden Partnerschaften über die Grenzen hinweg.
Im Zuge der Gebiets- und Kirchenreformen in Brandenburg veränderten sich die Namen der Partner. Zudem weiteten sich die bekannten Gebiete teils beträchtlich aus.
Aus dem Kirchenkreis Gransee wurde schließlich der neue Kirchenkreis und Partner „Templin-Gransee“.
Im Herbst 2010 wurde dieser wiederum erweitert, weil auch der Kirchenkreis Oranienburg dazukam. Eine erneute Namenserweiterung wäre ziemlich platzfüllend geworden „Templin-Gransee-Oranienburg“…
Deshalb heißt unser neuer Partnerkreis nun „Oberes Havveland“.
Wie die Kirchenkreis-Fusion ablief, können Sie dem nachfolgenden Artikel aus
„Die-Mark-Online>Lokales>“ vom 14. November 2010 entnehmen:
Kirchenkreisfusion perfekt 14.11.10
Gransee/Neuglobsow (sla) – Das Werk ist vollbracht. Die Fusion der beiden Kirchenkreise Templin-Gransee und Oranienburg zum Kirchenkreis „Oberes Havelland“ wurde am Sonnabend auf der gemeinsamen Kreissynode im Stechlinsee-Center von Neuglobsow beschlossen.
In getrennten Sälen saßen die Vertreter der beiden alten Kirchenkreise beisammen. Die Oranienburger kamen schnell zur Sache. Bei der verdeckten Wahl stimmten von 34 Synodalen 31 der Fusion zu. „Wir beschäftigen uns seit zwei Jahren mit dem Thema“, so Sylvia Schulze, ehrenamtliches Mitglied im Kreiskirchenrat, „für uns war es nur noch formell“.
Im Kreis Templin-Gransee dagegen gab es mehr Fragen und Bedenken. Hauptkritikpunkt war die Größe des Kreises, die zu immer mehr Anonymität führe. Der Falkenthaler Pfarrer Hans-Jürgen Vanselow sah es als Chance. Es sei nötig, sich regional mehr zusammenzuschließen. „Wir werden Formen finden“, sagte er, „zum Beispiel in einem Regionalkonvent“.
Für das Miteinander in den Regionen müssten Regeln gefunden werden, so Templins Superintendent Uwe Simon. Gemeinsame Veranstaltungen, Austausch und Kooperation könnten nicht dem Zufall überlassen werden.
Leichtes Bauchgrimmen hatten die Synodale bei der Namensgebung des neuen Kirchenkreises. Mit dem „Oberen Havelland“ konnten sich die Herzberger oder Uckermarker nicht so recht identifizieren. Jedoch die Dreiheit Gransee-Templin-Oranienburg war nicht zu realisieren, denn das Kirchengesetz verbiete eine mehr als zweiteilige Bezeichnung. Schließlich stimmte die Mehrheit der Synodalen – 59 von 82 – der Fusion zu. Je sechs Vertreter beider Kirchenkreise hatten in den vergangenen zwei Jahren an der Strukturanpassungs- und Erprobungsverordnung getüftelt, auf deren Grundlage zum 1. Januar 2011 der Kirchenkreis neu gebildet wird.
In der Herbstausgabe 2009 des DURCHBLICKs, unserer Mitarbeiterzeitung des Kirchenkreises Altenkirchen war das Schwerpunktthema der Partnerschaft mit Muku gewidmet.
Erstmals werden sich im Sommer 2011 Jugendgruppen aller drei Partnerkirchenkreise (Altenkirchen/Oberes Havelland/Codlea) zu einer Jugendfreizeit in Brandenburg treffen.
Hier finden Sie demnächst Informationen rund um dieses Partnerschaftsprojekt!