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Gemeinsamer Blick
auf Bibel und Koran

 

Konventsrüste beider Kirchenkreise in Bautzen

„Haben Bibel und Koran gemeinsame Traditionen?“ Dieser Frage gingen Mitarbeitende der Kirchenkreise „Oberes Havelland“ (Brandenburg) und aus unserem Kirchenkreis gemeinsam nach. Das Treffen der Pfarrerschaft und der kirchlichen Mitarbeitenden aus den beiden Partnerkirchenkreisen (einmal jährlich) hat mittlerweile schon eine kleine Tradition. Sind auch weite Entfernungen zu überwinden, so nimmt man die Gelegenheit zum Austausch gerne wahr. 2017 waren die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes aus dem Kirchenkreis “Oberes Havelland“ zu Besuch im Kreis Altenkirchen.

Konventsrueste

Pfarrerin Silvia Schaake, Pfarrerin Almuth Germann, Pfarrerin Gudrun Weber – Gerhards, Pfarrer Joachim Triebel – Kulpe und Pfarrer Thomas Rössler-Schaake zusammen mit Superintendent Pfarrer Uwe Simon (oben Mitte). Foto: KK

 

Diesmal trafen sich Pfarrerin Silvia Schaake (Flammersfeld), Pfarrerin Almuth Germann (Freusburg), Pfarrerin Gudrun Weber-Gerhards (Altenkirchen/Wissen), Pfarrer Joachim Triebel- Kulpe (Almersbach) und Pfarrer Thomas Rössler-Schaake (Flammersfeld) mit ihren Kolleginnen und Kollegen in Bautzen, um gemeinsam am Thema der gemeinsamen Traditionen von Bibel und Koran zu arbeiten.
Pfarrer Dr. Andreas Götze, Beauftragter  für den interreligiösen Dialog in der  Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) führte in das Thema ein. Dabei war ihm wichtig, Judentum, Christentum und Islam in erster Linie als Erzählgemeinschaften zu verstehen. Die Heiligen Schriften dieser drei Buchreligionen erzählen auf ihrem jeweiligen geschichtlichen Hintergrund von ihren Glaubenserfahrungen und verbreiteten keine feststehenden Lehrsätze. Der klassische Islam, zu dem er 90 Prozent aller Moslems zähle, sei für ihn ein interessanter Erzählpartner. In der Tradition des Islam gebe es Erzählungen über Abraham, Mose, Maria und vor allem Jesus, die sich jeweils von der christlichen Überlieferung unterscheiden, aber auch viele Gemeinsamkeiten beinhalteten. Dabei knüpften die islamischen Erzähltraditionen oft an das Judentum und Christentum der Zeit um 600 n. Chr. an. Hier sei noch viel Forschungsarbeit zu leisten, deren Ergebnisse auch für den christlich-islamischen Dialog sehr interessant seien.

Bei Treffen der Mitarbeitenden des Kirchenkreises Oberes Havelland mit den fünf PfarrerInnen des Kirchenkreises Altenkirchen ging es auch um interessante Gespräche über das Leben der Kirchengemeinden vor Ort. So ist in den Kirchengemeinden in der früheren DDR die Christenlehre, eine Art kircheninterner Religionsunterricht für Kinder in den Altersstufen von sechs bis elf Jahren immer noch lebendig.
Viel stärker als in den Kirchengemeinden unserer Region sind Katechet/innen und Gemeindepädagog/innen angestellt, die Bildungsarbeit in den Kirchengemeinden übernehmen, aber oft auch Organistendienste ausüben.

Eine besondere Problematik bilden die Gemeindegrößen: Zwar habe eine Pfarrperson nur etwa 600 bis 1500 Gemeindeglieder zu betreuen. Aber die Vielzahl der Gottesdienststätten und die Erhaltung der entsprechenden Kirchen sei eine große Herausforderung. Im ländlichen Bereich gebe es auch große Probleme, Pfarrstellen wieder zu besetzen, so der Superintendent des Kirchenkreises Oberes Havelland Pfarrer Uwe Simon.

Der Besuch im Kloster Marienstern und der Stadt Bautzen führte uns eine Besonderheit vor Augen: Ein Teil der der Bevölkerung in der Oberen Lausitz gehört zur Volksgruppe der Sorben, die mit ihrer eigenen Tradition und Sprache ihre kulturelle Identität zu bewahren sucht.
Nach dem gemeinsamen Gottesdienst, in dem auch Grüße des Pfarrkonventes Altenkirchen und von Superintendentin Andrea Aufderheide übermittelt wurden, gab es eine herzliche Verabschiedung und eine Einladung zur Konventsrüste im kommenden Jahr.  Thomas Rössler-Schaake.

Konvenstrueste

Viel Zeit zu Information und Austausch gab es für die heimischen Pfarrerinnen und Pfarrer bei der gemeinsamen Konventsrüste mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Kirchenkreis „Oberes Havelland (Brandenburg). Foto: Thomas Rössler-Schaake.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Petrus

„Wir verehren keinen Heiligen“
„Wir verehren hier keinen Heiligen, sondern gedenken eines Mannes, der uns inspiriert und begeistert“. Pfarrer Prof. Dr. Klein Michael Klein ging im Gottesdienst in drei „Betrachtungen“ auf den „Mensch Raiffeisen“ ein. „Aus dem ‚Senfkorn des Glaubens‘ eines Mannes entstand etwas Großes. Aus Vision wurde Wirklichkeit“, unterstrich er im Blick auf einen „Bankier der Barmherzigkeit“. Klein, der über den „Christen Raiffeisen“ promoviert hatte, hob hervor, dass Raiffeisen ‚unverkrampft‘ in die Welt der Banken und des Geldes gegangen sei: „Er ließ auch sein Geld für sich arbeiten. Segensreich!“